Die Infos zur Wüste:


Geschwindigkeit?

Auf Initiative des Bürgervereins steht seit vielen Monaten an der Hiärm-Grupe-Straße eine Anlage, die die Verkehrsteilnehmer zum langsamen Fahren auffordert.

 

Wir sind überzeugt, dass das Wirkung zeigt.



Die Wüste

Ein Kurzportrait unseres Stadtteils

 

Charakter des Stadtteils

 

Vor vielen Jahren stand eine Annonce in der Zeitung: „Für unsere Mutter suchen wir eine ruhige, sonnige Wohnung in der Wüste“. Ein bundesweiter Lacher – sogar das Nachrichtenmagazin  „Der Spiegel“ druckte die Anzeige im „Hohlspiegel“ ab. Osnabrücker wissen jedoch, dass Moskau mitten in der Wüste liegt und gehen dort gern schwimmen.  Im Sommer breiten sie ihre Decke auf der Liegewiese des Moskaubades aus, einem Frei- und Hallenbad, das eine besonders schöne Liegewiese hat.

 

In der Wüste sind viele  Schulen, KiTas und Musikschulen zu finden, weil dort auch viele Familien leben. Durch die Nähe zur Hochschule und der Universität sind aber genauso Studenten und Dozenten Bewohner dieses Viertels. So entsteht eine bunte Mischung, die den Charme der „Wüste“ ausmacht.

 

Die Wüste ist der bevölkerungsreichste Stadtteil Osnabrücks, mit rund 14.650 Einwohnern. Er ist dicht besiedelt, mit einer Fläche von 2.73 Quadratkilometern, ist der der viertkleinste von Osnabrücks 23 Stadtteilen. 

 

Der Name stammt übrigens von „woestes Niedermoor“, das erst im 19. Jahrhundert trockengelegt wurde. Die damals von vielen Flussläufen durchzogene  Niederung war ein großflächiger, öder Quellsumpf – eben eine Wüste. Das Areal entwickelte sich im Laufe der Jahre von der Einöde zum bevorzugten Wohngebiet – nur der Name blieb. Scherzhaft nennen sich manche Bewohner „Wüstlinge“.

Der Stadtteil liegt südwestlich des Stadtzentrums von Osnabrück zwischen Kalkhügel und Westerberg. Die Grenze zur Weststadt im Norden sind die Martinistraße und der Blumenhaller Weg. Im Westen bildet die Bundesautobahn 30 die Grenze zu Hellern. Die Kreuzung mit der Bahnstrecke zwischen Münster und Osnabrück ist der südlichste Punkt der Wüste. Von dort verläuft die Stadtteilgrenze entlang der Bahnlinie bis zur Sutthauser Straße. Dort folgt sie dem Straßenverlauf entlang des Rosenplatzes und der Kommenderiestraße bis zum Johannistorwall. Am Wall entlang schließt der Stadtteil an der Kreuzung von Schlosswall und Martinistraße ab.

 

Wohnen

 

In der vorderen Wüste – der Innenstadt zugewandt – dominiert eine durchgehende Bebauung mit Mehrfamilienhäusern.  In der hinteren Wüste – etwa ab der Kiwittstraße, hinter dem Hoffmeyerplatz stehen hauptsächlich Ein- bis Zweifamilienhäuser.

In der vorderen Wüste sind Wohnungen zum Teil mit alten Holzböden und Stuck an der Decke ausgestattet. Dieser Teil ist besonders bei Menschen beliebt, die das Stadtleben schätzen, das Zentrum ist nah.  Im hinteren Teil der Wüste ist es ruhiger, Wiesen und Felder sind nicht weit, in den Wohnstraßen leben die Familien in Ein- bis Zweifamilienhäusern, gebaut in jedem Stil der vergangenen 50 Jahre.

Am Arndtplatz gibt es ein großes Studentenwohnheim, die Studierenden haben es von dort nicht weit zur Universität.

Senioren finden im Bischof-Lilje-Heim ein Zuhause.

Verkehr

Die Wüste grenzt an die Innenstadt, je nach Wohnlage sind Spaziergänger in zehn bis 30 Minuten am Neumarkt. In der vorderen Wüste ist es nicht immer leicht einen Parkplatz zu finden, allein aus diesem Grund nehmen viele Bewohner gern das Fahrrad.

Einkaufen

 

Lebensmittelmärkte gibt es mehrere im Viertel, dazu kommen Bäcker, Apotheken und verschiedene, oft inhabergeführte Handels- und Gewerbebetriebe.

Das gastronomische Angebot ist begrenzt, aber es gibt ein paar Kneipen und Restaurants. Die Vielzahl typischer Eckkneipen ist aber verschwunden – eine Zeiterscheinung, die die Wüste mit anderen Stadtteilen gemein hat.

 

Bildung

 

Sieben Kindergärten gibt es im Stadtteil: Kindergarten Wühlmäuse, Jahnstraße; Kita Campus, Jahnstraße, Städtische Kindertagesstätte Wüste, August-Hölscher-Straße; Evangelische Kindertagesstätte St. Katharinen, August-Hölscher-Straße; Kinderkrippe Wüstenmäuse,  Rehmstraße und den Kindergarten im Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte August-Hölscher-Straße.

 

Die Schulen in der Wüste liegen nah beieinander. Im Bereich zwischen August-Hölscher-Straße, Hiärm-Grupe-Straße und Kromschröderstraße befinden sich mehrere Schulen: die Grundschule in der Wüste, Kromschröderstraße mit angeschlossenem Hort. Das Gymnasium in der Wüste in der Kromschröderstraße. Außerdem ist das Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte in August-Hölscher-Straße angesiedelt, eine staatliche Förderschule mit Internat, die Schülern mit auditiven Wahrnehmungsstörungen die Mittlere Reife ermöglicht.

Freizeit

 

Während die  Wohngebiete in der Wüste immer größer wurden, errichtete die Stadt mit dem Pappelsee und dem Wüstensee Regenrückhaltebecken. Schöner Nebeneffekt: Die kleinen Seen sind naturnah gestaltet, so dass sie gleichzeitig Naherholungsgebiete sind.

 

Ein Magnet ist das Moskaubad mit Halle und großem Außenbecken. Besonders an heißen Tagen kühlen sich die Osnabrücker dort ab und suchen sich ein schattiges Plätzchen unter den alten Bäumen auf der Liegewiese. Das Bad gibt es schon seit 1926, Ende der 1990er-Jahre wurde es umfangreich modernisiert. Woher das Schwimmbad seinen Namen hat, ist nicht bekannt, eine Theorie lautet, es komme von „moosige Aue“, eine andere, sagt dort hätte es ein Café mit diesem Namen gegeben. Bis heute sind die Formulierungen, jemand gehe „nach Moskau“ oder „ins Moskau“ für einen Badbesuch üblich.

Mit dem OSC ist einer der größten Sportvereine Osnabrücks mit mehr als 8000 Mitgliedern in der Wüste angesiedelt. Er hat ein großes Angebot für jede Altersgruppe. Viel Wert wird unter anderem auf die Jugendarbeit gelegt.

Freizeitkicker schießen sich auf dem Fußballplatz am Hoffmeyerplatz die Bälle zu, er ist ein beliebter Treffpunkt.

 

Um die Freizeitgestaltung kümmern sich unter anderem der Nachbarschaftshilfeverein, die Wüsteninitiative und  - als größter und ältester -  der Bürgerverein Wüste. Diese Vereine bieten ein Kultur- und Freizeitprogramm und setzen sich darüber hinaus für die Belange der Menschen im Viertel ein.

Kirchlich sind die Bewohner an die katholische Pfarrei St. Johann angebunden sowie an die Evangelisch-lutherische Katharinengemeinde. Deren Kirchen befinden sich beide in der Innenstadt, außerhalb des Viertels. Weiterhin gibt es die ev.-methodistische Christuskirche und die ev. Freikirche der Baptisten.

Quelle: Stadt Osnabrück

Kontakt

Bürgerverein Wüste e.V.

Dieter Blessing

1. Vorsitzender

Blumenhaller Weg 23

49080 Osnabrück

Tel. 0541-9986888

Email: info@buergerverein-wueste.de